Phosphat

Abkürzung: PO43- oft auch nur PO oder PO4

Phosphat ist ein wichtiger Pflanzennährstoff. Gerade in Pflanzenaquarien sind daher gewisse Phosphatwerte sinnvoll. Phosphat ist allerdings ein zweischneidiges Schwert. Zu hohe Werte führen oft zu Algenproblemen, vor allem Blaualgen sollen dann zu besonders guter Vermehrung neigen. Zu wenig Phosphat kann wiederum andere Algen begünstigen. Welche Werte wirklich sinnvoll sind, hängt aber von vielen Faktoren ab. Je mehr Pflanzen im Aquarium sind, desto mehr Phosphat kann sinnvoll sein. Das hängt aber auch wieder von den Pflanzenarten ab. Auch die Lichtmenge die zur Verfügung steht, spielt eine Rolle. Und ohne Kalium kann Phosphat auch nicht von den Pflanzen aufgenommen werden.

Daher findet man im Netz tausend verschiedene Empfehlungen, die dann weitergetragen werden. Und schnell wird einem Einsteiger mit Einsteigerset und 3 Pflanzen empfohlen Phosphat zu düngen, als ob er ein Aquascape hätte.

Das nächste Problem ist, dass Leitungswasser oft hohe Dosierungen an Phosphat enthält und daher gerade zu Beginn viele Aquarianer mit Algenwachstum kämpfen. Bei mir sind laut Wasserwerk bereits 1,84mg/l Phosphat. Mein Tröpfchen-Test hat nur eine Farbtafel bis 1,8mg/l.

Auf dem Foto leider nicht ideal zu erkennen – Ende der Farbskala des Tests überschritten

Würde ich das Leitungswasser so benutzen, wäre mir der Wert schon so deutlich zu hoch. Käme ich dann noch auf die Idee einen Volldünger mit Phosphat zu nutzen, bräuchte ich mich über diverse Algenprobleme nicht wundern. Ich empfehle für Einsteiger gern maximal 0,4mg/l Phosphat. Erfahrene Aquarianer haben meist eigene Einstellungen, die dann bei ihnen auch funktionieren.


Wer hohe Phosphatwerte in seinem Leitungswasser hat, sollte entweder sein Aquarium danach ausrichten, Phosphatfilter einsetzen oder das Leitungswasser aufbereiten (z.B. Osmoseanlage).