Kalium

Abkürzung: meist K, korrekt wäre K+

Kalium wird normalerweise nur als wichtiger Parameter für die Pflanzendüngung genannt. Aber auch die Tiere werden durch Kalium beeinflusst. Fische nehmen Kalium allerdings fast komplett aus dem Futter auf und daher spielt das gemessene Kalium für sie keine große Rolle.
Bei den Pflanzen sieht das schon ganz anders aus. Kalium wird für die Photosynthese benötigt. Ohne Kalium funktioniert auch die Aufnahme anderer Nährstoffe wie CO2, Nitrat oder Phosphat nicht. Daher ist eine Düngung ohne Kalium oft relativ wirkungslos, zumindest wenn ein Kaliummangel im Aquarium vorliegt.

Kalium sollte bei ca. 5mg/l eingestellt werden. Die meisten Dünger sind auch auf diesen Wert ausgerichtet. Höher als 10mg/l würde ich nur in Ausnahmefällen gehen. Werte über 50mg/l sind meiner Ansicht nach zu vermeiden. Stellt man solch hohe Werte bei sich fest, sollte man einen großen Wasserwechsel (80%) machen. Sehr hohe Werte können je nach Fischart toxisch wirken. Wo die Grenzen genau liegen ist mir nicht bekannt und in der Regel spielt das im Aquarium keine Rolle. Meist hat man eher zu wenig Kalium im Wasser.

Eine etwas erhöhte Dosierung wird hin und wieder bei Algenproblemen empfohlen, um die Pflanzen dazu zu bringen, eventuell erhöhte andere Nährstoffe, schneller aufzunehmen. Auch bei Blaualgen, also Cyanobakterien, wird das gern mal empfohlen. Ob das wirklich etwas bringt, hängt auch von den Gründen des Algenwachstums ab. Bei einem Nährstoffüberangebot ist es durchaus eine unterstützende Maßnahme. Bei Grünalgen sollte es dann aber kontraproduktiv sein, da hier meist ein Nitratmangel förderlich ist.