Teststreifen

Teststreifen für Wasserparameter sind meistens besser als ihr Ruf.

Um die wichtigsten Wasserparameter zu erfassen gibt es im Handel Teststreifen von verschiedenen Herstellern. Diese werden meist für ein Sekunde in das zu testende Wasser getaucht, abgeschüttelt und nach einer kurzen Wartezeit abgelesen. Natürlich sollte man den Test nicht im Aquarium verwenden, sondern Wasser aus dem Aquarium entnehmen und dann testen.

Das Ablesen geschieht per Farbvergleich. Für die einzelnen Parameter sind kleine Quadrate auf dem Teststreifen die sich verfärben. Diese Färbung wird mit einer Farbskala verglichen.

Teststreifen werden oft als Schätzstreifen bezeichnet, da der Farbvergleich relativ große Ablesetoleranzen hat. Gerade in vielen Foren oder sozialen Netzwerken wird immer wieder gesagt, dass diese Streifen Mist sind und besser Tropfentest verwendet werden sollten. Warum erschließt sich mir dabei nicht. In 99% der Fälle spielt es keine Rolle ob ich KH 6 oder 7 habe, oder pH 7,4 oder 7,6.

Der Teststreifen zeigt schnell und zuverlässig in welchem Bereich sich mein Wasser bewegt. Ist es weich oder hart, über oder unter pH 7. Das reicht schon in den meisten Fällen aus bei diesen Parametern. Auch beim Nitrit reicht ein ungefährer Wert absolut aus. Aber die Tests sind schon deutlich genauer und daher auch für etwas anspruchsvollere Tester in der Regel ausreichend.

Bei den Parametern Nitrit und Chlor ist die Sache noch einfacher. Beide Werte sollten normalerweise nicht nachweisbar sind. Eine erkennbare Verfärbung bedeutet Handlungsbedarf.

Der größte Vorteil der Teststreifen ist einfache und schnelle Handhabung. Zudem sind Teststreifen im Vergleich zu Tröpfchentests preiswerter. Die höhere Genauigkeit der Tropfen durch die bessere Ablesbarkeit ist aber natürlich nicht von der Hand zu weisen. Außerdem sind die Streifentests halt nur für die gängigsten Werte verfügbar. Bei Problemen sind doch oft andere Parameter zusätzlich gefragt.

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