Schwarzbandbarbe
Eine recht selten in der Aquaristik gepflegte Barbe
Inhaltsverzeichnis
Striuntius lateristriga
Synonyme: Barbus lateristriga, Barbodes lateristriga, Puntius lateristriga
Herkunft: Malaiischer Archipel /Südostasien
Aussehen

Die Färbung der Tiere kann in gewissen Grenzen variieren, aber die charakteristischen schwarzen Bänder sind immer erkennbar. Die Tiere zeigen zwei breite Querbinden und eine kräftige Längslinie die in Richtung Kopf an Farbe verliert.
In der Natur können diese Fische eine Endgröße von bis zu 20cm erreichen. Im Aquarium bleiben sie in der Regel deutlich kleiner, meist maximal 12cm. Je älter sie werden desto hochrückiger.
Die Tiere auf den Fotos sind aus einem Aquarium der Gesellschaft für Aquarienkunde e.V. in Duisburg-Hamborn. Die Angaben stammen aus der Beobachtung der dortigen Fische, Gesprächen mit dem Pfleger und den unten genannten Quellen.
Haltung
Die Schwarzbandbarbe ist ein sehr geselliger Fisch, der sich nur in einer Gruppe wohl fühlt. Die meisten Quellen nennen eine Mindestgruppengröße von 6 Tieren. Ich persönlich würde nicht unter 10 als Mindestgröße ansehen.

Die Endgröße der Tiere und die Gruppengröße erfordern natürlich eine entsprechende Aquariengröße. Die Angaben dazu aus meiner älteren Literatur fangen bei 100 Liter an. Dazu sollte man aber bedenken, dass vor 40 bis 50 Jahren große Aquarien eher selten waren. Die Haltung dieser Barben in Aquarien unter 200 Liter halte ich für ungeeignet.
Bei den Wasserwerten zeigen sich die Tiere wohl relativ tolerant. Die Literatur gibt meist weiches Wasser an mit einem pH-Wert bis 7. Rein zur Haltung kommen sie aber auch problemlos mit etwas härterem Wasser und pH-Werten bis 7,5 sehr gut klar. Die Wassertemperatur sollte zwischen 24 und 28°C liegen.
Beim Futter zeigen sich die Barben, wie nahezu alle Barben, tolerant und verfressen. Nahezu alle Futtersorten werden angenommen.
Verhalten
Meiner Ansicht nach und auch dem Zuchtbericht aus der Datz nach sind es sehr friedliche Barben, die problemlos mit vielen Fischen vergesellschaftet werden können. Im Verein teilen sich die Barben das Aquarium mit Prachtalgenfressern (Garra flavatra). Das harmoniert hervorragend.

Zucht
Die Informationen in diesem Teil stammen ausschließlich aus dem Artikel in der Datz von Vladimir Hampl und Jaroslav Elias. Weitere Zuchtberichte habe ich bisher nicht gefunden. Sollte die Zucht im Verein gelingen werde ich das hier einbinden. Wer sich wirklich mit der Zucht dieser Art versuchen möchte dem empfehle ich sich die Ausgabe antiquarisch zu kaufen.
Für die Zucht empfiehlt sich das Wasser möglichst weich einzustellen und den pH-Wert unter 7 einzustellen. Die Wassertemperatur wird auf 27°C eingestellt. Am Besten ist es ein zusätzliches Ablaichaquarium aufzustellen. Der Boden sollte mit einem dichten Teppich aus feinfiedrigen Pflanzen, z.B. Moose bedeckt sein.
Nach der Laichabgabe sollten die Elterntiere zeitnah aus dem Aquarium genommen werden.
Eine zu hohe Wasserhärte soll zu einer hohen Verlustrate führen.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzbandbarbe (Externer Link)
Literatur:
Frey: Das Aquarium von A-Z
Kahl/Vogt: Kosmos Atlas Aquarienfische
Sterba: Süsswasserfische der Welt
Hampl/Elias: DATZ 2/1984