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Beleuchtung

Allgemein:

Die Beleuchtung ist ein sehr wichtiges Thema innerhalb der Aquaristik. Sie kann entscheidend sein, für das Funktionieren eines Aquarium und ist der Hauptaspekt für den optischen Eindruck . Dabei kann man jedoch auch sehr viel falsch machen. Die Auswahl an möglichen Leuchtmittel ist groß und oft lauert die Tücke im Detail.

Mal ist die Lichtausbeute nicht hoch genug, mal fressen die Stromkosten einen auf, mal passt die Lichtfarbe nicht und so weiter. Die mögliche Liste an Fehlern ist lang.
Bei den Kosten sollte man nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Unterhaltskosten mitberechnen.

Pflanzen benötigen Licht um zu wachsen. Stark vereinfachte Erläuterung: Photosynthese: Pflanzen wandeln die Lichtenergie in chemische Energie um und nutzen diese, um aus Stickstoffverbindungen Kohlenhydrate (Nährstoff) zu synthesieren. Dabei wird Sauerstoff freigesetzt.
Pflanzen benötigen also viel Licht um möglichst viel Nährstoffe aus den vorhandenen Stickstoffverbindungen gewinnen zu können. Man kann also noch so viel CO2 ins Becken einbringen. Ohne vernünftige Beleuchtung verpufft der Effekt sinnlos. Und ohne Stickstoffverbindungen bringt natürlich auch das hellste Licht nichts.

Die eigentlichen Bewohner mögen es dagegen meist etwas schattiger. Oft sind Fische in sehr hellen Becken scheuer.

Welche Bedingungen sind aber ideal? Eine ganz klare Antwort auf diese Frage wird es auch hier nicht geben. So viel sei schon verraten. Die idealen Bedingungen sind nämlich bei jedem Becken anders zu bewerten. Beckengröße, Einrichtung, Pflanzen-, Tierarten und und und ... Alle diese Dinge beeinflussen die "ideale" Beleuchtung.

Gehen wir näher auf verschiedene Beleuchtungsparameter ein und beginnen mit der

Beleuchtungsdauer

Die Länge der Beleuchtungsdauer sollte sich im Idealfall an den Gegebenheiten im Ursprungsbiotop der Tiere richten. Natürlich ist das nicht immer möglich. Die minimale Beleuchtungsdauer sollte zehn Stunden betragen und im Maximalfall vierzehn Stunden. Im Normalfall kommen damit alle Tiere und Pflanzen gut klar.
Viele Aquarianer empfehlen eine Mittagspause, in der das Licht über mehrere Stunden ausgeschaltet wird. Dies soll helfen, unerwünschte Algenbildung zu vermeiden. Nach meinen Erfahrungen ist das unnötig. In der Natur existieren in der Regel auch keine Lichtpausen.
 Ich betreibe meine Aquarien ohne Mittagspause und der Algenbefall ist eigentlich nicht existent. Vermehrtes Algenwachtum hat  andere Gründe als eine durchgehende Aquarienbeleuchtung.
Daher würde ich eine Mittagspause bei der Beleuchtungsdauer nicht empfehlen.

Auswahlkriterien

Welche Beleuchtungsart man wählen sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Beckengrundfläche
  • Beckenhöhe
  • Kultivierte Pflanzen
  • Gepflegte Tiere
  • Persönlichen Geschmack
  • Kosten

Der persönliche Geschmack ist naturgemäss ein Faktor der sehr subjektiv ist und über den man nicht streiten kann. Zugleich ist es aber auch der wichtigste Aspekt, denn das Aquarium sollte in erster Linie dem Besitzer gefallen.

Danach entscheiden die kultivierten Pflanzen. Wer lichthungrige Pflanzen pflegen möchte, muss auch genügend Licht aufbringen.  Daher sollte man sich über die anzuschaffenden Pflanzen gut informieren.
Es nützt einem Nichts, wenn man eine günstige Beleuchtung kauft und dafür die Pflanzen eingehen.

Je größer und je höher der Wasserstand, desto aufwendiger ist es das Becken so auszuleuchten, dass die Pflanzen vernünftig wachsen können.

Beleuchtungsarten

Die meisten verwendeten Lampenarten sind Leuchtstofflampen und Hochdruck-Metalldampflampen . Neuerdings kommen noch die LED-Lampen hinzu. Glühlampen, Halogenlampen sind keine geeignete Wahl. Die anderen Lampentypen erreichen bei gleicher Einbauweise mehr Licht.

HQL-Metalldampflampe

Einige Wenige erzählen zwar auch heute noch gern, dass HQL die beste Wahl sei, weil das Spektrum dem Pflanzenwachstum mehr entgegenkommt, aber dies ist nicht wirklich zutreffend. Die Technik gilt allgemein als veraltet. Die Farbwidergabe von HQL-Leuchtmitteln liegt unter 60%. Das Farbbild des Aquariums würde somit verfälscht wahrgenommen werden. Die Lichtausbeute liegt nur um die 40 bis 50 Lumen pro Watt. Ein Einsatz dieser Lampen ist somit nicht empfehlenswert und höchst unwirtschaftlich.

HQI-Metalldampflampe

HQI-Lampen sind quasi der Nachfolger der HQL-Technik. Diese Lampen bieten eine Farbwidergabe von meist über 80%, teilweise sogar über 90% und erreichen über 80 Lumen/Watt. Bei großen Lampennennleistungen kann das sogar deutlich über 100 Lumen/Watt erreichen. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Lichtintensität auf kleiner Fläche. Dadurch können auch tiefere Becken noch gut ausgeleuchtet werden.

Nachteil: HQI wird erst mit hoher Nennleistung wirtschaftlich. Leuchtmittel mit 250 Watt erzeugen mehr Lumen/Watt als 70 Watt Leuchtmittel. Das bedeutet relativ hohe Stromkosten, dafür aber viel Licht. Eine gleichmässige Ausleuchtung mit HQI ist durch das punktuelle Leuchtmittel ebenfalls etwas schwieriger zu gestalten, kann aber durchaus designtechnisch vorteilhaft sein.

HQI ist daher in erster Linie für große Becken mit hohem Wasserstand (ab 50cm) geeignet. Bei kleineren Becken ist der Einsatz schnell unwirtschaftlich.

Leuchtstofflampen

Bei den Leuchtstofflampen gibt es mittlerweile eine fast unüberschaubare Anzahl an Leuchtmitteln. Das fängt an bei den typischen Röhren, welche es in verschiedenen Durchmessern gibt und hört bei den Energiesparlampen noch nicht auf.

Leuchtstofflampen sind in den allermeisten Fällen die optimale Wahl für die Beleuchtung eines Aquariums. Leuchtstofflampen haben viele Vorteile. Sie erreichen eine hohe Lichtausbeute, leuchten das Aquarium flächig aus, sind preiswert, werden nicht sehr heiß und haben eine hohe Lebensdauer. Natürlich existieren auch Nachteile. Der einfache Umbau auf höhere oder niedrigere Lichtleistungen ist schwieriger als bei anderen Lampentypen und Leuchtstofflampen müssen gesondert entsorgt werden, weil sie in geringen Mengen Quecksilber enthalten.

Leuchtstofflampen gibt es in verschiedenen Bauformen. Über Aquarien kommt meist die Röhrenform zum Einsatz. Diese ist auch das Optimum. Nur in kleinen Becken kann es Sinn machen auf Kompaktleuchtstofflampen (sogenannte Energiesparlampen (ESL)) zu wechseln.
Die Lampen in Röhrenform weisen die höchste Effizienz auf. Dort werden bis knapp über 100 Lumen pro Watt erreicht. Um diese Lichtmenge ideal nutzen zu können ist der Einsatz von guten Reflektoren unabdingbar. Ohne Reflektor werden bis zu 50% des Lichtstroms nicht für die Aquarienbeleuchtung genutzt.
Alle Röhren benötigen ein Vorschaltgerät. Auch heute werden noch häufig konventionelle (verlustarme) Vorschaltgeräte (KVG oder VVG) verbaut. Dies ist jedoch eine Verschwendung von Potential. Lampen die mit elektronischem Vorschaltgerät (EVG) betrieben werden halten länger. Zusätzlich wird weniger elektrische Energie benötigt, da ein EVG deutlich weniger Verlustleistung produziert als ein VVG.
Normale Markenröhren halten am VVG im Mittel 15000 Stunden, während sie am EVG im Mittel 20000 Stunden halten. Spezielle langlebige Röhren kommen mit EVG auf mittlere Lebensdauerwerte von bis zu 90000 Stunden.

ESL weisen dagegen recht geringe Lebensdauerwerte auf. In den meisten Fällen werden mittlere Betriebswerte unter 10000 Stunden (max. 20000 Stunden) angegeben. Zusätzlich arbeiten diese Kompaktlampen nicht so effizient. Die Lichtausbeute liegt meist unter 80 Lumen pro Watt. Auch Energiesparlampen sollten immer mit Reflektor betrieben werden.

 

Artikel wird gerade erstellt   .... to be continued

 
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